Als mein Mann und ich 1993 die Hero City Rollers gründeten, wussten wir nicht, welche Lawine wir damit lostraten. Viele Highlights und emotionale Momente haben wir in dieser Zeit erlebt, tolle Menschen kennen gelernt, neue Freundschaften geschlossen und interessante Erfahrungen gesammelt, wir mussten natürlich auch zahlreiche Enttäuschungen wegstecken.

Nachdem ein Beinbruch meine Rollschuh-Karrierebereits im Ansatz beendete, übernahm ich all jene Aufgaben die für eine ordentliche Vereinsführung unerlässlich und essentiell, aber leider oft auch sehr undankbar, sind: Organisation und Management, Kosten-Controlling und steuerliche Belange, Terminpläne, Werbung, Imagepflege und vieles mehr.

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Und je größer und bekannter die Gruppe wurde, desto mehr stieg der Zeitaufwand in der ‚Verwaltung’, auch wenn gerade keine aktuellen Aufführungen anstehen.

Nebenbei, quasi als „zweites Hobby“, arbeite ich in der Kostümgruppe mit, denn wie schon bei Atlantis haben wir auch für Race Cars alle Kostüme selbst gefertigt. Dieses „Schneider-Praktikum“ erwies sich auch im „echten Leben“ schon des Öfteren als sehr nützlich. Weitere Aufgaben, wie die Mitarbeit am Drehbuch oder die Regieassistenz ergaben sich, ebenso wie die oftmals nötige „Betreuung des Regisseurs“, praktisch ganz automatisch, denn für unsere Familie war die Entstehung jedes unserer Musicals eine ganz spezielle Herausforderung, die einen Großteil unserer Zeit und Kraft forderte.

Rückblickend waren es jedes Mal wieder anstrengende, manchmal bis an die äußerste Belastungsgrenze gehende Monate. Aber auch und vor allem waren sie enorm ereignisreich, hochspannend und extrem kreativ in allen Bereichen. Zu erleben, wie aus tausenden Puzzleteilen nach und nach eine rasante Show entsteht, wie der Zusammenhalt von Jung und Alt ans gemeinsame Ziel führt und wie die Begeisterung nach und nach alle Beteiligten erfasst, ist immer wieder aufs Neue ein besonderes Erlebnis.

Gaby Andreu

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